Neubauprojekt - Immenbachstrasse 17/19

Pflegeheim Dominikushaus mit Seniorenwohnungen
Baukonzept

Ausgangslage

Die Stiftung Dominikushaus betreibt an der Albert Oeri-Strasse 7 in Riehen ein Alterspflegeheim. Das Gebäude ist 50 Jahre alt. Es ist zwar gut unterhalten und wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie deren Angehörigen auch gut angenommen. Es gibt jedoch grössere Mängel. In erster Linie sind dies die fehlenden Nassräume mit Dusche in den Bewohnerzimmern. Auch sind die Zimmer relativ klein. Zudem haben viele Teile der Infrastruktur das Ende der Nutzungszeit erreicht. Das Gebäude muss ersetzt werden.

Aufgrund unüberwindbarer Hindernisse am bestehenden Standort (Zone, bzw. Einsprachen gegen einen Bebauungsplan) musste ein neuer Standort gesucht und gefunden werden. Dies wurde zum Anlass genommen, das Projekt komplett neu anzupacken.

Das neue Projekt nimmt die neuesten Marktentwicklungen auf: Entgegen den Prognosen nimmt der Anteil der über 80jährigen Menschen, die einen Pflegeplatz beanspruchen, ab. Es braucht deshalb etwas weniger Plätze, als ursprünglich prognostiziert wurde. Im Weiteren ist zu beachten, dass aufgrund der immer noch steigenden Lebenserwartung die chronischen Krankheiten weiter zunehmen werden. Zu nennen sind auch die Zunahme von Palliative Care - Situationen, Demenzerkrankungen sowie Depression und Apathie im Alter. Der gesellschaftliche Trend geht auch dahin, dass die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner sich mehr als bisher als „Individualisten“ verstehen, denen Autonomie, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung wichtig sind.

Was in Riehen fehlt, ist ein Pflegeheim für an Demenz erkrankte Menschen. Im Weiteren gibt es eine grosse Nachfrage nach Seniorenwohnungen mit Serviceleistungen

Areal Immenbachstrasse/Schützengasse

Auf dem unbebauten Teil des nebenstehenden Areals konnte eine genügend grosse Baurechtsparzelle ausgeschieden werden.

Bauprojekt

Das Projekt sieht ein spezialisiertes Pflegeheim mit 51 Zimmern (47 1er-Zimmer und 4 2er-Zimmer) vor.
Zusätzlich werden 9 Seniorenwohnungen (sechs  2 ½- und drei
3½-Zimmerwohnungen) und eine Autoeinstellhalle mit Parkplätzen für Autos (32), Motorräder und Velos erstellt.

Pflegeheim

Das neue Pflegeheim wird so geplant und konzipiert, dass es auch für an Demenz erkrankte Menschen oder für an psychogeriatrischen Problemen leidenden betagten Menschen gut geeignet ist. Um den verschiedenen Formen und Stadien sowie der unterschiedlichen Ausprägung der Demenz, bzw. der verhaltensauffälligen Symptome gerecht zu werden, sind einzelne in sich funktionierende Wohngruppen zu bilden. Das Pflegeheim muss Geborgenheit und Wohlbefinden vermitteln, ohne dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner eingeengt und eingeschlossen fühlen; es muss attraktiv und abwechslungsreich sein.

Die organisatorische Struktur der Pflegeheim-Plätze wird wie folgt sein: 2 Wohnbereiche à 25 bzw. 26 Zimmer jeweils unterteilt in zwei Wohngruppen (total 4 Gruppen).

Seniorenwohnungen mit Serviceleistungen

Die Seniorenwohnungen bestehen aus Küche-Essen-Wohnzimmer und 1, bzw. 2 weiteren Zimmern jeweils mit Entrée und kleinem Reduit.

Der Ausbaustandard ist gut (oberes Mittelfeld). Die Wohnungen haben eine gemeinsame Waschküche (UG) und je ein Kellerabteil.

Die Serviceleistungen werden durch das Pflegeheim erbracht. Zu nennen sind:

  • Unterstützung im Haushalt (Reinigung, Wäscheversorgung)
  • Verpflegung
  • Betreuung
  • Pflege

Die Wohnungen werden über einen eigenen Eingang verfügen. Sie haben auch einen direkten Zugang zu den allgemeinen Räumen des Heims (Bistro/Cafeteria).

Gemeinsame Infrastruktur

Die Autoeinstellhalle wird 32 Plätze für Wohnungsmieter, Besucher und Mitarbeitende sowie genügend Abstellplätze für Motorräder und Velos aufweisen. Die Hälfte der Parkplätz und Abstellplätze wird über einen Stromanschluss verfügen.

Gedeckte Veloabstellplätze werden gemäss Vorschrift erstellt.

Die Gartenanlage wird so gestaltet, dass sie für an Demenz erkrankte Menschen geeignet ist. Der angrenzende öffentliche Park wird in die Überlegungen mit einbezogen.

Ambiente

Wir streben ein Pflegeheim an, das mit folgenden Attributen beschrieben werden kann

  • klein aber fein
  • kompakt und übersichtlich
  • „heimelig“ und trotzdem zeitgemäss
  • familiär und persönlich
  • Dorfplatz anstelle von Nischen
  • Autonomie, Individualität und Selbstbestimmung und auch lebendige Hausgemeinschaft

Das Raumprogramm und die Gestaltung des Pflegeheims sollen Geborgenheit und Wohlbefinden vermitteln, ohne dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner eingeschlossen fühlen.

Besonderes Augenmerk wird den Erschliessungszonen und den Verkehrsflächen gewidmet. Sie sind Teil des Lebensraumes und werden als „Spaziergänge“ und wenn möglich als Rundwege genutzt. Die Verkehrsflächen sind demnach so dimensioniert, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner mit Rollatoren und Rollstühlen bequem begegnen können.

Eine gute Belichtung mit natürlichem, aber auch künstlichem Licht ist für das Befinden der Bewohner sehr wichtig. Über den Tag variierende Lichtverhältnisse helfen den Bewohnerinnen, den Tagesablauf zu gliedern und unterstützen den Schlaf- Wachrhythmus. Da sich die Bewohner durch die vielfach vorhandene Mobilitätsbeschränkung sehr viel im Gebäude aufhalten, ist der Aussenbezug insbesondere in den Gemeinschaftsbereichen zu schaffen (z.B. durch grosszügige Fensterflächen).

Loggias und Terrassen in den Obergeschossen geben den Bewohnerinnen und Bewohnern direkten Zugang zu frischer Luft und Aufenthaltsmöglichkeiten im Aussenbereich.

Das Haus wird vorwiegend aus Holz erstellt.